Willkommen im Hotel Mama

Regisseur Eric Lavaine erzählt auf locker amüsante Weise von Menschen, die ihr Leben ein zweites Mal auf die Reihe bringen müssen

F 2015; 97 Min.; Regie: Éric Lavaine; mit Josiane Balasko, Alexandra Lamy, Mathilde Seigner, Philippe Lefebvre, Cécile Rebboah, Alexandra Campanacci; ab 0 Jahre

Eine letzte Runde dreht Stéphanie (Alexandra Lamy) noch in ihrem Sportwagen, dann gibt sie die Schlüssel ab. Ihre Ehe ist schon lange gescheitert, den gemeinsamen Sohn sieht sie nur einmal in der Woche und nun ist auch noch ihr Architekturbüro, das sie zusammen mit ihrer besten Freundin Charlotte (Cécile Rebboah) geführt hat, Pleite gegangen. So muss die 40-Jährige schweren Herzens zu ihrer Mutter Jacqueline (Josiane Balasko) zurückkehren, in die Wohnung ihrer Kindheit. Mitten in Aix in der Provence lebt Jacqueline, zusammen mit einer Katze und einem Liebhaber im selben Haus. Doch von dem dürfen weder Stéphanie, noch die beiden anderen Geschwister Nicolas (Philippe Lefebvre) und Carole (Mathilde Seigner) etwas wissen, denn der Vater ist erst vor einem Jahr verstorben und die auch nicht mehr ganz jungen Kinder erweisen sich als konservativer, als die lebenslustige, umtriebige Mutter. Weite Teile von „Willkommen im Hotel Mama” spielen in der Wohnung Jacquelines, rund um Wohnzimmer und Esstisch. Mutter und Kinder giften sich an, werfen sich kaum verhohlene Spitzen an den Kopf. Gerade im Mittelteil gelingt es Èric Lavaine und seinem Co-Autor Héctor Cabello Reyes, dem leichten Treiben Substanz zu verleihen. Vielfältige Probleme und unterdrückte Konflikte werden hier angedeutet, im Verhältnis der Geschwister untereinander, aber auch zu ihrer Mutter. Vor allem die Schauspiellegende Josiane Balasko überzeugt dabei.

Quelle: Programmkino.de

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