Schwester Weiß

Eine warmherzige und herzergreifende Tragikomödie über Glaubenszweifel und Vertrauen

D 2015; 97 Min.; Regie: Dennis Todorovic; mit Zeljka Preksavec, Lisa Martinek, Beatrice Richter, Sabine Hahn, Anna Ottmann, Nele Swanton, Barbara Wittmann



Tod, Trauer, Glaubenszweifel – schwere Themen, die aber ‚Schwester Weiß’ mit warmherzigem Humor und mit Leichtigkeit erzählt, realistisch, gradlinig und ohne Mätzchen.” BR Kino Kino

Regisseur und Darsteller zeigen viel Feingefühl für die Balance zwischen Tragik und Komik und perfektes Timing ... Ein ungewöhnlicher und gelungener Film, der Glauben und Zweifel, Trauer und Familie mal ganz anders aufrollt.” Kino.de

„Das mit dem Sterben habe ich schon hinter mir“, sagt Helene irgendwann. Bei einem tragischen Autounfall hat sie den Ehemann und ihre kleine Tochter Maja verloren. Als sie im Krankenhaus aufwacht, fehlt ihr jede Erinnerung. Ihre ältere Schwester Martha, Oberin in einem Franziskanerkloster, ist wie eine fremde Frau für Helene. Vergessen sind damit auch jene langjährigen Querelen, die die beiden ungleichen Geschwister miteinander verband. Doch neuer Streit bricht aus, als es um die Frage geht, wie die kleine Maja bestattet werden soll. Für die strenggläubige Tante kommt nur eine kirchliche Beerdigung in Frage. Die resolute Großmutter jedoch besteht auf einer Waldbestattung für ihren Sohn und die Enkelin. Für die Heldin gerät die Entscheidung zur Zwickmühle. „Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht“, wehrt sie das Drängen der Verwandtschaft ab. Ohne Erinnerung freilich, fühlt sich Helene wie eine Fremde in der eigenen Familie. So schwermütig wie das Poster, der holprige Titel sowie jenes tiefgründelnde Psalm-Zitat im Vorspann befürchten lässt, gerat dieses religiöse Trauerspiel nicht: Ganz im Gegenteil, schon schnell wird klar, dass diese Tragikomödie den existenziellen Themen mit vergnüglicher Leichtigkeit begegnet. Das gelingt, weil die Figuren plausibel entwickelt sind und nicht minder gut gespielt: Zeljka Preksavec (Martha) und Lisa Martinek (Helene) geben das ungleiche Schwesternpaar mit Präzision sowie dem notwendigen Empathie-Potenzial, womit sie gängigen Klischeefallen erfolgreich trotzen. Als perfekte Besetzung für die Schwiegermutter erweist sich derweil Beatrice Richter.

Quelle: Programmkino.de

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