Nur wir drei gemeinsam

Komiker Kheiron erzählt mit Witz, Verstand und ironischen Zwischentönen die Geschichte seiner Eltern

Frankreich 2015; 102 Min.; Buch und Regie: Kheiron; mit Kheiron, Leïla Bekhti, Gérard Darmon, Zabou Breitman, Alexandre Astier, Kyan Khojandi, Arsène Mosca



Grandios! Eine wunderbare Komödie, ein warmherziger Familienfilm.” Programmkino.de

Hibat wächst im Iran der frühen 1960er Jahre auf. Schon als Kind lernt er sich durchzusetzen und für seine Rechte zu kämpfen – wenn es auch anfangs nur darum geht, beim Familienessen die strategisch günstigste Sitzposition zu erwischen. Als junger Mann jedoch kämpft Hibat für etwas anderes: Freiheit, Demokratie und mehr Rechte für das vom Schah unterdrückte Volk. Das bringt ihm eine Menge Ärger ein und bald schon landet Hibat, zusammen mit seinem Bruder und seinen Freunden, im Gefängnis. Doch der junge Anwalt lässt sich nicht unterkriegen, übersteht Einzelhaft und Folter und kämpft auch nach seiner Entlassung weiter. Als er auf die wunderschöne und selbstbewusste Fereshteh trifft, verliebt er sich in sie. Und umgekehrt. Die beiden heiraten, bekommen einen Sohn. Und müssen nach Frankreich fliehen. Zunächst will Hibat alleine fort. Doch Fereshteh macht ihm klar: Nur wir drei gemeinsam. In seinem Debüt erzählt der französische Comedian Kheiron die Geschichte seiner Eltern. In Personalunion ist er für Drehbuch, Regie und die Hauptrolle als Hibat verantwortlich und beeindruckt auf allen Ebenen. Der besondere Zauber des Films liegt in der Verbindung seines warmherzigen und pointierten Humors mit großartigen Figuren und einer spannenden wie berührenden Geschichte. „Nur wir drei gemeinsam” ist eine großartig erzählte Liebeserklärung eines Künstlers an seine Eltern. Ein hoffnungsvoller und warmherziger Film, der glänzend unterhält und genau zur richtigen Zeit kommt, um daran zu erinnern, wie das Konzept von Integration und dem gemeinsamen Leben der Kulturen funktionieren kann.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung

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