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Rossy de Palma, Toni Collette und Harvey Keitel in einer Geschichte um eine Pariser Hausangestellte

F 2017; 91 Min.; Regie: Amanda Sthers; mit Rossy de Palma, Toni Collette, Harvey Keitel, Michael Smiley, Brendan Patricks; ab 0 J.



„Beginnt als bissige Kammerspiel-Komödie über die oberen Zehntausend und mündet schließlich in ein leichtfüßiges Gesellschaftsdrama mit pointiertem Ende.” Filmstarts.de

Mehr Satire als RomKom ist diese toll besetzte Cinderella-Geschichte rund um die Pariser Hausangestellte Maria. Sie wird unverhofft zum Gast einer piekfeinen Dinnerparty, was zahlreiche Verwicklungen nach sich zieht - inklusive Love Story. Rossy de Palma, bekannt aus vielen Almodovar-Filmen, spielt mit viel Herz die Maria. Toni Collette ist als ihre Chefin, die Madame, von exquisiter Gemeinheit. An ihrer Seite spielt Harvey Keitel ein en Ehemann in heimlichen Geldnöten. Amanda Sthers (Drehbuch und Regie) hat das alte Motiv aufgepeppt und entkitscht. Dafür bietet sie viel: eine intelligente, pointenreiche Story mit Witz und geschliffenen Dialogen, traumhafte Settings und wunderbare Bilder aus Paris, dazu ein hübscher Soundtrack mit vorwiegend französischer Popmusik, aber sie verlangt mit ihrer Sozialkritik auch einiges von ihrem Publikum. Sie zeigt die Verlogenheit einer Gesellschaft, in der angeblich jede und jeder die gleichen Chancen hat. Doch in Wahrheit siegt das Geld über das Herz und der Standesdünkel über die Liebe. Amanda Sthers arbeitet mit Witz und Ironie, wenn sie ihren Mitmenschen den Spiegel vorhält. Und vielleicht ist sie in diesem Film etwas weniger radikal als Yasmina Reza, denn immerhin hat Amanda Sthers so etwas wie ein offenes Ende geschaffen, eine Art Do-it-yourself-Schluss, der zumindest einen Funken Hoffnung übrig lässt. Vielleicht ist die Welt doch nicht ganz so schlecht?

Quelle: Programmkino.de

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